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Nicht länger allein zu Haus...

...unsere Pferde freuen sich auf Ihren Besuch!

Seit dem 05. Mai Ist unsere Ausstellung im LWL-Freilichtmuseum Detmold endlich geöffnet!

Zwar sind aus hygienischen Gründen aktuell noch nicht alle barrierefreien Angebote nutzbar; wir arbeiten aber an Lösungen, um Ihren Besuch trotz dieser Einschränkungen zu etwas ganz besonderem zu machen.

Für blinde und seheingeschränkte Menschen nehmen wir uns gerne Zeit und führen Sie durch die Ausstellung.

Zudem haben wir uns dazu entschieden, Ihnen in der Rubrik Pferde allein zu Hausauch weiterhin zusätzliche Inhalte zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie selbst einen Beitrag schreiben möchten, können Sie gerne über vompferd@lwl.org Kontakt mit uns aufnehmen.

Natürlich halten wir Sie wie gewohnt über Instagram und Facebook auf dem Laufenden. Für Neuigkeiten, folgen Sie einfach dem Hashtag #vompferd.

 

Bleiben Sie gesund! Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Team #vompferd

Umfrage zur Online-Ausstellung "Erzähl mir was vom Pferd!"

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Ab jetzt können Sie unsere Online-Ausstellung hier bewerten!
 

Eine Männerhand hält einen Stift und schreibt.

Pferde lieben Möhren - wir auch!

Lust auf einen besonders würzigen Kuchen? Probieren Sie doch einmal unser Lieblings-Carrot-Cake-Rezept aus! Keine Sorge, dieser Leckerbissen schmeckt nicht nach Karotten, sondern aromatisch süß und unwiderstehlich saftig. Backen Sie vorsichtshalber gleich etwas mehr - denn der Duft von Zimt und Muskatnuss wird auch Ihre Nachbarn verzaubern. Begleitet von einer Tasse Kaffee lässt sich unser Kuchen dann ganz wunderbar mit etwas Abstand im Garten oder auf dem Balkon genießen.

Wir wünschen guten Appetit!

Zutaten:

Für den Teig:

100g Walnüsse
4dl Weizenmehl
2TL Backpulver
2TL Zimt
1/4 TL Muskatnuss
1/2 TL Salz
3 Eier
1,5dl brauner Zucker
1dl Zucker
2dl Öl
2TL Vanillzucker
260g fein geriebene Möhren


Für die Glasur:

200g Frischkäse
100g Butter
3dl Puderzucker
1/2 TL Vanillzucker
Gehackte Haselnüsse

Vorbereitung der Zutaten

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben.
Heizen Sie den Backofen auf 160°C vor.

Backzutaten auf einem Holztisch.

Walnüsse hacken

Die Nüsse klein hacken.

Walsnüsse auf einem Holzbrett. Daneben ein scharfes Küchenmesser.

Die trockenen Zutaten vermischen

Die gehackten Nüsse, Mehl und Backpulver in einer Schüssel verrühren.

Eine Kinderhand gibt Zimt in eine Backschale.

Gewürze lassen den Kuchen duften

Geben Sie großzügig Zimt und Muskatnuss in die Schale.

Eine Kinderhand reibt eine Muskatnuss in einen Kuchenteig.

Die geraspelten Möhren sorgen für Süße und Saftigkeit.

Reiben Sie die Möhren möglichst fein! Etwa drei Möhren genügen für den Teig. Mixen Sie die Möhrenraspeln und alle übrigen Zutaten mit dem Handrührgerät in einer eigenen Schale und vermengen Sie sie anschließend mit der Nuss-Mehl-Mischung.

Ein Mädchen raspelt eine Möhre.

Die Form gut fetten!

Fetten Sie die Backform gut ein - wer sicher gehen möchte, dass nichts anbackt, streut zusätzlich Semmelbröseln in die gefettete Form. Die Menge dieses Rezepts eignet sich übrigens auch prima für eine normale Kuchenform.

Ein Stück Butter liegt in einer Backform.

Ab in den Backofen!

Backen Sie den Kuchen für etwa 40 Minuten bei 160°C. Ob er fertig ist, testen Sie ganz einfach mit einem Holzstäbchen: Stechen Sie mittig in den Teig und ziehen Sie das Stäbchen wieder heraus. Haftet kein klebriger Teig mehr am Stäbchen, ist der Kuchen fertig gebacken!

Eine Kuchenform steht im Backofen.

Abkühlen!

Nehmen Sie den Kuchen nach dem Backen direkt aus der Form und lassen Sie ihn gut auskühlen, bevor Sie die Glasur zubereiten.

Der Kuchen liegt neben seiner Backform auf einem Holzschneidebrett.

Das Topping anrühren.

Schlagen Sie die Butter schaumig auf und geben Sie den Frischkäse dazu. Nach und nach den Puder- und Vanillzucker mit einrühren.

Quirl eines Handrührgeräts über einer Schüssel.

Die Glasur großzügig auftragen.

Die leichte Säure des Frischkäses macht das Topping cremig und frisch. Tragen Sie es großzügig auf und bestreuen Sie den fertigen Kuchen mit gehackten Nüssen.

Tipp: Wir streuen statt bunter Streusel gern essbare Blütenblättchen auf unseren Kuchen.

Ein Kuchen wird mit weißer Glasur bestrichen.

Guten Appetit!

Wir wünschen Ihnen eine schöne Kuchenzeit!

Ein Kuchen liegt mit frischen Blättern Zitronenmelisse auf einem Holzbrett.

Schau genau hin!

Findest du die sechs Unterschiede zwischen den beiden Fotos?
Die Auflösung zeigen wir dir in einigen Tagen hier!
Viel Spaß!

Auflösung Suchbild

Hast du alle Unterschiede gefunden?

Entschleunigung

Mit dem Smartphone lassen sich schnell und unkompliziert Fotos produzieren. Dabei gerät ein wesentlicher Aspekt der Fotografie jedoch häufig aus dem Fokus: Die Ästhetik. Wer sich auf Licht, Sruktur und Bildkomposition einlässt und sich Zeit für seine Motive nimmt, kann auch im Alltäglichen das Außergewöhnliche entdecken und besondere Bilder einfangen. Probieren Sie es doch selbst einmal aus...

Fünf Tipps für gelungene Fotos

1. Besonderes Licht

Früh morgens und abends steht die Sonne als natürliche Lichtquelle viel tiefer als am Tag. Fotografieren Sie zu dieser Zeit, erhalten Sie konturgebende, klare Schattenbereiche; Sie können das Gegenlicht als Glanzkante im Bild einsetzen und fangen somit die besondere Stimmung ein.

Das Gegenlicht verleiht der Aufnahme eine besondere Stimmung.

2. Struktur

Suchen Sie nach spannenden Strukturen für Ihre Bilder! Egal, ob Sie sich im Makrobereich bewegen, ganze Wälder fotografieren oder mit einer Drohne die Welt von oben anschauen: Schaffen Sie ausgeglichene Kontraste und achten Sie darauf, dass keine störenden Elemente ins Bild ragen.

Die Vielzahl der Pferde und die Farbgebung sorgen für interessante Strukturen im Foto von der Dülmener Herde.

3. Lebendigkeit

In vielen alltäglichen Kleinigkeiten finden sich formschöne und lebendige Anordnungen. Betrachten Sie Objekte einmal aus unterschiedlichen Richtungen und beobachten Sie, wie sich Flächen und Kontraste im Licht verändern. Wie viel Raum ein Objekt auf dem Bild einnimmt kann durch Licht und eine natürliche Anordnung beeinflusst werden. Schatten hauchen Ihrem Bild Leben ein.

Der Führstrick liegt wie gerade abgelegt in der Abendsonne.

4. Tiefenschärfe

Arbeiten Sie gezielt mit Schärfe und Unschärfe. Legen Sie den Fokus Ihrer Aufnahme auf den Ihnen wichtigen Bildbereich und lenken Sie somit den Blick des Betrachters. Ihr Bild gewinnt an Präsenz, wenn dieser Schärfebereich außerhalb der Bildmitte liegt. Probieren Sie doch einmal die Regel des „Goldenen Schnitts“ und Ihre Fotografie erfährt eine ausgeglichene Aufteilung.

Der Betrachter richtet seinen Blick zunächst auf den scharf abgebildeten Bereich.

5. Reduzieren und anordnen

Überfüllte Fotos wirken häufig chaotisch und wirr. Reduzieren Sie Ihre Bildelemente auf ein Minimum und ordnen Sie sie strukturiert an. Lassen Sie durch die Wahl Ihres Objektivs und Standpunktes überflüssige Elemente aus Ihrer Aufnahme außen vor und verleihen Sie verbleibenden Bestandteilen somit mehr Aussagekraft.

Eine geradlinige Anordnung der Bildbestandteile sorgt für schöne Fotos.

Die ersten Senner im Museum

Mit den beiden Stuten Dorinah und Nadine beteiligt sich das LWL-Freilichtmuseum Detmold seit 2001 an der Zucht der seltensten Pferderasse Westfalens. Seither wurden im Freilichtmuseum zwölf Fohlen geboren. Diese stellen wir euch hier in kurzen Steckbriefen vor.

(Bezeichnungen: xx = Englische Vollblüter, x oder AA = Anglo-Araber, ox = Arabische Vollblüter)

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Dorinah (w)
geboren: 1998
Farbe: braun
Mutter: Undine
Vater: Rio Grande xx
Fohlen: Jupiter, Kassandra, Merlin, Nepomuk, Odette, Qu, Unica, Xenia
Besonderheit: 2001 vom FMD zur Zucht gekauft
 

Nadine (w)
geboren: 1979
Farbe: braun
Mutter: Norma
Vater: Kallistos x
Fohlen: Hamlet, Ikarus
Besonderheit: 2001 vom FMD zur Zucht gekauft

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold

Zwei dunkelbraune Pferde auf einer Wiese

Im LWL-Freilichtmuseum Detmold geboren

Hamlet (m)
geboren: 2002 im FMD
Farbe: braun
Mutter: Nadine
Vater: Tallis AA

Foto: Karl-Ludwig Lackner

Pferdekopf eines Fohlen

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Ikarus (m)
geboren: 2003 im FMD
Farbe: Fuchs
Mutter: Nadine
Vater: Tallis X

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold / Sternschulte

Dunkler Pferdekopf eines Fohlen mit weißer Blässe.

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Jupiter (m)
geboren: 2004 im FMD
Farbe: braun
Mutter: Dorinah
Vater: Upan La Jarthe AA

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=14115

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold / Jähne

Junges Fohlen

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Kassandra (w)
geboren: 2005 im FMD
Farbe: braun
Mutter: Dorinah
Vater: Lavauzelle AA
Fohlen: Parzival, Regina,
Besonderheit:  das erste im LWL Freilichtmuseum Detmold geborene Senner-Stutfohlen

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=14985

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold / Jähne

Dunkler Pferdekopf mit rotem Halfter

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Merlin (m)
geboren: 2007 im FMD
Farbe: Schimmel
Mutter: Dorinah
Vater: Tuti Fruti AA

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=17095

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold

Ein dunkles Fohlen steht auf wackeligen Beinen auf einer Wiese.

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Nepomuk (m)
geboren: 2008 im FMD
Farbe: Fuchs
Mutter: Dorinah
Vater: Fandsy AA

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=18285

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold / Jähne

hellbraunes Fohlen steht vor einem dunklen Pferd, seiner Mutter.

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Odette
geboren: 2009 im FMD
Farbe: Fuchs
Mutter: Dorinah (FMD)
Vater: Quack AA
Fohlen: Undina

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=19948

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold

hellbraunes Fohlen mit Blässe vor dunklem Pferd, ihrer Mutter.

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Parzival (m)
Geboren: 2010 im FMD
Farbe: Rappe
Mutter: Kassandra
Vater: Zöllner xx
Besonderheit: Parzival begründete die zweite Generation der im LWL-Freilichtmuseum Detmold geborenen Senner.

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=22411

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold / Jähne

Dunkles Fohlen am Halfter.

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Regina (w)
geboren: 2012 im FMD
Farbe: braun
Mutter: Kassandra
Vater: Upan‘s Diamond AA

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=27891

Foto: LWL Freilichtmuseum Detmold

Dunkelbraunes Fohlen mit weißer Blässe.

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Undina (w)
geboren: 2015 im FMD
Farbe: Fuchs
Mutter: Odette
Vater: Walnut De Petra AA

Unica (w)
geboren: 2015 im FMD
Farbe: Fuchs
Mutter: Dorinah
Vater: Fandsy AA

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?36578

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold / Jähne

zwei Fohlen

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Xenia (w)
geboren: 2018 im FMD
Farbe: Schimmel
Mutter: Dorinah
Vater: "Rock It K"

Artikel: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=45277

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold / Jähne

 

Kopf eines dunkelbraunen Fohlen mit weißer Blässe.

DKW (Dampf-Kraft-Wagen) Junior DE LUXE, Inv. Nr.: 2014:82, Baujahr: 1963, Foto: LWL/Pölert

Die etwas anderen Pferdestärken

Ein Auto im Museum

Der Oldtimer an der Tankstelle im Museum hat ganze 34 Pferdestärken.
Aber was heißt Pferde-Stärke eigentlich?
Früher wurde die Kraft von Maschinen
mit der Stärke eines Pferdes verglichen.
Das heißt unser DKW ist so stark wie 34 Pferde.

 

Zusatzinformationen

Eine Tankstelle im Museum

Die Tankstelle wurde 1951 von der Familie Diehl in Niederschelden bei Siegen erbaut. Die moderne Betonkonstruktion wurde von der Mineralölfirma J. & A. Homberg aus Wuppertal-Barmen nach einem Standardentwurf gefertigt. Das Flugdach schützte die Zapfsäulen und Kunden vor Schnee und Regen. Die Tankstelle wurde 1973 an Wilhelm Schütz verpachtet, der hier außerdem eine Vertragswerkstatt für DKW-Automobile und NSU-Motorräder betrieb. 1987 wurde die Station in Niederschelden geschlossen. 2010 wurde das Gebäude, in einzelne Teile zerlegt und in das Museum überführt. Mit der Freigabe des Mineralölhandels in Deutschland durch die alliierten Besatzungsmächte 1949 begann die Ära der Massenmobilisierung. Bereits 1964 waren 7,7 Millionen Autos zugelassen.1959 waren es nur 3,3 Millionen. In den 1960er Jahren wurde das Automobil auch für Arbeiter erschwinglich. Die Verkehrspolitik investierte in den Ausbau von Fernstraßen.

Wir basteln heute ein Pferd mit Wäscheklammern. Dazu kann das Bild gedruckt oder der Pferdekörper selbst aufgemalt werden. Für die Mähne eignen sich Wollfäden und für einen Sattel etwas Stoff. Viel Spaß :-)

Zu Besuch in der Hofsattlerei Cosack in Arnsberg. Foto: LWL-Medienzentrum/Kainulainen

Wie ein Sattel entsteht

Die Fotografin erzählt ...

Fernab von jedem Alltagstrubel liegt das historische Rittergut Wildshausen in einer Hanglage angrenzend an einen Wald und die Ruhr in Arnsberg. In der gemütlich anmutenden Werkstatt der Hofsattlerei Cosack duftet es nach Leder und frisch gebrühtem Kaffee. Der Holzfußboden knarrt leise und in einer Ecke läuft ein Radio. Im Empfangsraum der Sattlerei werden auf mit rotem Samt bezogenen Böcken die unterschiedlichsten Meisterwerke des Sattlerhandwerkes präsentiert. Es gibt klassische und schlichte Dressursättel oder aufwändig verzierte Ledersättel und Westernsättel mit geflochtenem Leder. Jeder Sattel lädt ein ihn anzufassen und mit den Fingern über die Punzierungen und Nähte zu gleiten.

Hier tragen anspruchsvolle Kunden ihre Wünsche und Vorstellungen an die Sattlermeister von Tarquin Cosack heran. Gemeinsam werden erste Entwürfe und Skizzen erstellt. Über das Pferd und seinen Werdegang erfolgt intensiver Austausch. Muskelbeschaffenheit, Rücken und Widerriss des Pferdes müssen genau vermessen werden. Auch bei dem Reiter wird genau Maß genommen, um ein optimales Zusammenspiel für ihn und sein Pferd zu ermöglichen.

Unterschiedliche Werkzeuge kommen hierbei zum Einsatz und am Ende hält der Sattlermeister einen detaillierten Abdruck des Pferderückens in der Hand, an welchem er seine folgenden Arbeitsschritte genau angepasst anfertigen wird. Am rohen, den Maßvorgaben entsprechend geformten Sattelbaum aus Holz, entsteht nun Stück für Stück in Handarbeit ein Sattel.

Bevor der fertige Sattel das erste Mal sachte auf den Rücken des Pferdes gelegt wird, sind viele intensive Stunden der Arbeit erfolgt. Der fertige Sattel ist am Ende das Bindeglied zwischen Mensch und Tier.

Wer mehr über das Handwerk erfahren möchte kann gerne auf der Website der Hofsattlerei vorbeischauen.

In der Ausstellung sind noch weitere Bilder aus der Sattlerei zu sehen.

Leder ist das am Häufigsten verwendete Material für Reitsättel. Foto: LWL-Medienzentrum/Kainulainen

Der Sattel wird passgenau auf den Pferderücken abgestimmt. Foto: LWL-Medienzentrum/Kainulainen

Unterschiedliche Materialen werden von Hand bearbeitet.Foto: LWL-Medienzentrum/Kainulainen

Im Interview: Die Fotografin Tuula Kainulainen

Die kulturelle Vielfalt Westfalens in Bildern einzufangen ist eine umfangreiche und überwältigende, aber auch spannende Aufgabe.
In einem kurzen Interview aus dem derzeitigen Home-Office gibt die Fotografin Tuula Kainulainen Einblicke, wie sie zur Fotografie gekommen ist und welche Momente des Projektes sie am meisten in Erinnerung behalten wird.  Hier geht es zum Video.

 

YouTube Screenshot des Videos

Die Glocke einer Senner-Leitstute

"Erzähl mir was vom Pferd!" ist der Titel unserer Ausstellung. Das nehmen wir beherzt entgegen und zeigen euch einige Objekte aus der Sammlung des LWL-Freilichtmuseums Detmold. Hier dreht sich alles um ... na, Pferde natürlich.

Die Senner Pferde nehmen im Freilichtmuseum einen ganz besonderen Stellenwert ein: dort gibt es nicht nur eine Dauerausstellung zu der Rasse der Warmblüter. Das Museum beteiligt sich auch seit 2001 erfolgreich mit zwei Stuten aktiv an der Zucht und Erhaltung. Denn mit aktuell 55 Pferden gelten die Senner als stark gefährdete Rasse. Daher ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn ein Sennerfohlen das Licht der Welt erblickt.

Die Senner sind die älteste deutsche Reitpferderasse, die 1160 erstmalig erwähnt wurde. Benannt nach der Senne, der Landschaft ihrer Herkunft, zeichneten sich die Pferde durch ihre halbwilde Haltung als widerstandsfähige, fruchtbare und langlebige Pferderasse aus. Durch den Einsatz von arabischen, anglo-arabischen und später englischen Vollbluthengsten entstand schon im 18. Jahrhundert ein edles Reitpferd. Nur dem Engagement einzelner Privatzüchter ist es zu verdanken, dass die Zucht mit einigen wenigen Tieren fortgeführt wurde. Der Zuchtverband für Senner Pferde e.V. führt für seine Mitglieder das Zuchtbuch für diese Rasse, deren Stammbaum sich bis 1728 lückenlos nachweisen lässt.

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold/Hesterbrink/Pölert

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Die Glocke mit der Aufschrift „Gestüt Lopshorn“ erzählt viele Geschichten: von der ältesten Pferderasse Deutschlands – den Sennern - bis zur Zerstörung des Schlosses Lopshorn im Jahr 1945. Die Glocke ist vermutlich die einzige, die aus dem Sennergestüt erhalten ist.

Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde Senner Leitstuten umgebunden, um die Herden bei Kontrollgängen im Dickicht des Waldes besser zu finden.

 

Objekt: Glocke einer Senner-Leitstute
LWL-Freilichtmuseum Detmold
Inv.-Nr.: 2010:770

Hergestellt: 19. Jahrhundert
Material: Bronzeguss
Maße: Höhe 10,5 cm, Breite 7,0 cm

Tastbild aus der Ausstellung "Erzähl mir was vom Pferd!" Illustrator: Christoph Grundmann

Ausmalbilder zu Ostern

Um unsere Ausstellung auch für blinde und seheingeschränkte Menschen zugänglich zu machen haben wir nicht nur ein Hörbuch entwickelt, sondern auch die dort beschriebenen Bilder zum Anfassen erstellt.

Diese Bilder nennen wir Tastbilder oder Schwellkopien, da die schwarzen Linien aufgeschwollen sind, so dass sie erfühlbar werden.
Die Bilder sind auf die wesentlichen Informationen reduziert. Kleinere Details werden weggelassen.

Sie eignen sich prima zum Ausmalen.
Hier könnt ihr euch das Malbuch herunterladen und ausdrucken!
Wir wünschen viel Spaß und schöne Ostertage.

Das weiße Gold - Objekte im Museum

In den letzten Wochen ist es ein heiß begehrtes Gut: das Toilettenpapier.
Früher war Salz das weiße Gold, seit 2020 ist es das vierlagige, flauschige Papier für das Hinterteil.

Passend zur Sehnsucht nach den seltenen Stücken haben wir unsere Sammlung durchforstet und einen kleinen Schatz entdeckt: Drei Rollen Toilettenpapier in ihrer originalen Verpackung aus den 1960er Jahren. Zu sehen ist naturfarbenes Einwickelpapier mit rotem Aufdruck: "Derby Krepp, Hygien. Toilettenpapier, Garant, 200 Blatt, Walter Stocks, Duisburg".

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold, Inv.-Nr.: 2017:426.1-3

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Eine kleine Toilettenpapiergeschichte

In der Antike nutzte man meist flache Steine oder Tonscherben, die man in kleinen Säckchen mitführen konnte, für das Reinigen des Hinterteils. Im alten Rom gab es die berühmten Gemeinschaftslatrinen – und Sklaven, die ihren Herren mit auf Stangen gespießten Schwämmen den Allerwertesten säuberten. Solche Schwämme wurden dabei in Wasser oder Essig getränkt. Das erste „Papier“ kann im 9. Jh. n.Chr. in China nachgewiesen werden. Vermutlich wurde dieses teure Gut jedoch nur bei Hofe verwendet. Eine Verbreitung im arabischen Raum zu dieser Zeit ist ebenfalls möglich. Üblichere Hilfsmittel zur Reinigung waren Stroh, Gras, Moos oder Blätter, eben alles was die Natur hergibt. Eine vornehme Dame des 18. Jahrhunderts nutzte jedoch lieber ein spitzenbesetztes Tuch, dass anschließend zur Wiederverwendung gereinigt werden musste.

In der Neuzeit war die Nutzung von Zeitungspapier üblich. Das nach heutigem Empfinden harte Papier wurde in Stücke gerissen und an einem Haken oder Bindfaden zusammengehalten. Vielleicht kennen einige der Leserinnen und Leser diese Art und Weise noch, denn sie wurde bis in die 1950er und teilweise sogar 1970er Jahre betrieben.

Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold, Inv.-Nr.: 1981:1045/6, Papierhaken in dem Pastorat aus Allagen um 1900 im Paderborner Dorf. Foto: LWL/Feldmann

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Das weichere Krepppapier setzte sich flächendeckend in den 1960er Jahren durch. Bis heute ist das Papier weicher, dicker und vor allem scheinbar beliebter geworden.

Dieser Tage können wir fünflagiges, super-flausch und ökologisch recyceltes super-saugfähiges Papier nutzen, wenn wir früh genug aufstehen. ;-)

Eine aktuelle Grafik vom Bundesamt für Statistik belegt, dass im März 2020 sich die Nachfrage um 311% gesteigert hat.

Worauf Sie sich schon mal freuen können: Bei unseren Kollegen der LVR-Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach können Sie noch bis nächstes Jahr eine ganze Ausstellung zu dem Thema „Von der Rolle“ besuchen.

 

 

Ein Esel mit einem Halm im Mund. Über ihm eine Sprechblase mit dem Wort Quiz und einem großen Fragezeichen.

Bin ich ein Pferd? Foto: LWL

Pferdequiz

Wir versuchen es mit einem leichten Quiz für Einsteiger. :-)
Gerne könnt ihr uns auch schwierige Fragen per Mail an vom.pferd@lwl.org schicken, die wir dann in die nächste Runde mit aufnehmen.

1. Welche Farbe gibt es bei Pferden nicht?
a) braun b) grün c) schwarz

2. Ein Pony ist a) größer oder b) kleiner als ein Pferd.

3. Was ist ein Schimmel?
a) weißes Pferd b) besonders altes Pferd c) ein Gemüse

4. Was benötigt man nicht unbedingt zum Reiten?
a) Pferd b) Helm c) Blockflöte

5. Wie heißen die Pferde von Bibi und Tina?
a) Amadeus und Sabrina b) Hans und Franz c) Susi und Strolch

6. Was ist kein Werkzeug zur Pferdepflege?
a) Bürste b) Föhn c) Hufauskratzer

7. Was würde kein Pferd essen?
a) Möhren b) Hafer c) Nudeln

8. Welchem Teil des Pferdes wird nachgesagt, dass es Glück bringt?
a) Schweif b) Mähne c) Hufeisen

9. Auf welchem Pferdchen kann man nicht reiten?

Für die Lösungen bitte scrollen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LÖSUNGEN
1b, 2b, 3a, 4c, 5a, 6b,7c, 8c
9. Auf dem Seepferdchen.
Das Tier auf dem Bild ist ein Esel.

Ein Blick in die Ausstellung „Erzähl mir was vom Pferd!“

Am 1.4. hätten das LWL-Freilichtmuseum und die Sonderausstellung „Erzähl mir was vom Pferd!“ für Sie geöffnet.

Leider wird dieser Moment etwas aufgeschoben, trotzdem nehmen unsere Kuratorinnen Sie hier schon einmal mit ins Pferdeland Westfalen.

Horrido!

Basteln gegen den Kulturhunger

Wir brauchen eure Hilfe!
...aus der Reihe: schickt uns was vom Pferd

Das Museum hat noch geschlossen,
aber ihr wollt schon jetzt ein Teil der Ausstellung sein?

Ihr malt und bastelt gerne?
Dann brauchen wir eure Hilfe!

Schickt uns eure Siegesschleife an:

LWL-Freilichtmuseum Detmold
#vompferd
Krummes Haus
32756 Detmold

Eine Anleitung findet ihr weiter unten.
Wir hängen eure Schleifen direkt an die Wand.
Auf Instagram und hier halten wir euch mit Fotos auf dem Laufenden.

Und ab dem 21.04. könnt ihr eure Schleifen in der Ausstellung besuchen.

Bastelanleitung

Hier findet ihr die Bastelanleitung
für eure eigenen Siegesschleifen

Material

Ihr braucht:

- 2 Bögen buntes Bastelpapier oder dünnen Karton
- Bleistift und Lineal
- Schere, Kleber und ggf einen schönen Stempel

Zeei bunte Papiere, ein Bleistift, ein Lineal und ein Klebestift liegen auf einem Holztisch.

Schritt 1

Anleitung:
- Zunächst schneidet ihr mehrere ca 4,5cm breite Streifen der Längsseite eurer Bastelpappe ab.
- Dann unterteilt ihr die Streifen mit Bleistift und Lineal in einzelne Felder. Zeichnet folgende Feldgrößen ein: 2cm, 1cm, 2cm, 1cm, 2cm usw.

Ein rotes Blatt Papier wird mit einem Lineal und bemessen.

Schritt 2

- In jedes zweite 1cm-Feld zieht ihr eine Diagonale von der linken oberen zur rechten unteren Ecke.

Ein STreifen Papier mit seitlichen Zentimeter Angaben.

Schritt 3

- Nun wird gefaltet! An jeder Diagonalen macht ihr einen scharfen Knick in der einen Richtung, an der rechten Seite eines jeden 2cm-Feldes faltet ihr scharf in die andere Richtung. 
 

Ein geknickter Streifen rotes Papier. Daneben ein Bleistift.

Schritt 4

Ein leicht gerundeter Fächer entsteht. Je nach Länge eurer Streifen benötigt ihr mehrere solcher Fächer, die ihr anschließend als Rosette zusammensteckt und auf der Rückseite verklebt.

Ein roter Papierstreifen, der wie ein Akkordeon gefaltet ist.

Schritt 5

- Für das Abzeichen benötigt ihr nun einen Pappkreis in der zweiten Farbe. Am einfachsten gelingt dies, indem ihr um ein rundes Glas in passender Größe herum malt. Anschließend könnt ihr diesen Kreis nach Lust und Laune gestalten.

Ein gelbes Blatt Papier, auf dem ein Kreis mit Hilfe eines umgedrehten Glases gezeichnet wird.

Schritt 6

- Jetzt klebt ihr den Kreis in die Mitte der Rosette und befestigt aus Restststreifen des ersten Kartons unten zwei Schleifenbänder. Und fertig!
Viel Spaß bei der Preisverleihung!

Eine rote Schleife, mit gelber Mitte auf der #vompferd steht. Seitlich liegt eine Schere.